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The great performers

Johnny Cash war weitaus mehr als nur ein Country-Sänger:
Er war Prediger, Sünder, Rock’n’Roller,
lebende Legende – und das Gewissen Amerikas.

Für eines seiner letzten Interviews, wenige Wochen vor seinem Tod, war Johnny Cash zu Gast beim amerikanischen TV-Talkkönig Larry King. Der 71-jährige war sichtlich gezeichnet von den Auswirkungen des Shy-Drager-Syndroms, doch er sprach offen und ehrlich über Freund und Laster. King fragte den Country-Star unter anderem nach seinen früheren Drogenproblemen. 1965 war Cash von US-Drogenfahndern in El Paso geschnappt worden, als er mit Hunderten von Amphetamn-Tabletten im Gitarrenkoffer aus Mexiko nach Texas einreisen wollte. Viele Jahre pfiff sich Cash nahezu alles rein, was ihn auf der Bühne antörnen konnte. Nur mit Hilfe seiner Frau June entkam er Ende der 60er-Jahre dieser Hölle aus Medikamentensucht und Alkoholmissbrauch. Der dem Tod nahe Musiker nahm bei Larry King kein Blatt vor den Mund und erklärte, was es zu erklären gab. Cool wie immer. Es gäbe >nichts zu bereuen

Johnny Cash, verehrt als der >Mann in SchwarzThe Man in Black

Konsequent war er, wenn auch ein Mann mit vielen Gesichtern. Kris Kristofferson wies bei der Treuerfeier in Hendersonville darauf hin: >Johnny war wie Abraham Lincoln mit einer wilden Seite. Er stand für das Beste an Amerika.< Stärken und Schwächen lagen bei dem gläubigen Familienmenschen eng beisammen. Am Samstagabend schlug er über die Stränge, am Sonntag schmollte er im Büßerhemd. Das Katergefühl vom Suff hing ihm in den Knochen. Er wandte sich oft an Gott, doch auf dessen Antworten wartete er eigentlich nie. Wie sagte Jerry Lee Lewis treffend: >Er war ein religiös denkender Mensch, der aber nicht immer religiös handelte.

The great performers

Johnny Cash war weitaus mehr als nur ein Country-Sänger:
Er war Prediger, Sünder, Rock’n’Roller,
lebende Legende – und das Gewissen Amerikas.

Für eines seiner letzten Interviews, wenige Wochen vor seinem Tod, war Johnny Cash zu Gast beim amerikanischen TV-Talkkönig Larry King. Der 71-jährige war sichtlich gezeichnet von den Auswirkungen des Shy-Drager-Syndroms, doch er sprach offen und ehrlich über Freund und Laster. King fragte den Country-Star unter anderem nach seinen früheren Drogenproblemen. 1965 war Cash von US-Drogenfahndern in El Paso geschnappt worden, als er mit Hunderten von Amphetamn-Tabletten im Gitarrenkoffer aus Mexiko nach Texas einreisen wollte. Viele Jahre pfiff sich Cash nahezu alles rein, was ihn auf der Bühne antörnen konnte. Nur mit Hilfe seiner Frau June entkam er Ende der 60er-Jahre dieser Hölle aus Medikamentensucht und Alkoholmissbrauch. Der dem Tod nahe Musiker nahm bei Larry King kein Blatt vor den Mund und erklärte, was es zu erklären gab. Cool wie immer. Es gäbe >nichts zu bereuen

Johnny Cash, verehrt als der >Mann in SchwarzThe Man in Black

Konsequent war er, wenn auch ein Mann mit vielen Gesichtern. Kris Kristofferson wies bei der Treuerfeier in Hendersonville darauf hin: >Johnny war wie Abraham Lincoln mit einer wilden Seite. Er stand für das Beste an Amerika.< Stärken und Schwächen lagen bei dem gläubigen Familienmenschen eng beisammen. Am Samstagabend schlug er über die Stränge, am Sonntag schmollte er im Büßerhemd. Das Katergefühl vom Suff hing ihm in den Knochen. Er wandte sich oft an Gott, doch auf dessen Antworten wartete er eigentlich nie. Wie sagte Jerry Lee Lewis treffend: >Er war ein religiös denkender Mensch, der aber nicht immer religiös handelte.

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