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Die Evolution bringt eine neue Lautsprecher-Serie

Die Geschichte zeigt es immer wieder auf: Die natürliche Entwicklung macht nirgendwo halt, in immer kleineren, aber doch entscheidenden Schritten nähert sie sich stets dem Bestmöglichen, dem Ideal. Was gestern gut war, verliert heute seine Gültigkeit, mehr Leistung und mehr Effektivität sind ihr Ziel, plumpe Dinosaurier haben keine Lebensberechtigung mehr, weder als Erdenbewohner noch in der Technik. Audikron of America bringt deshalb eine ganz neue Lautsprecher-Linie auf den europäischen Markt, die diese Evolution zum Intelligenteren und Anpassungsfähigeren nahezu beispielhaft unter Beweis stellt: die Audikron Madison Serie.

Die Audikron Madison Serie kann für sich in Anspruch nehmen, eine der modernsten Entwicklungen auf dem Gebiet der HiFi-Lautsprecher zu sein. Die große Erfahrung der Ingenieure, ihre kompromisslose Haltung beim technischen Design, bei der Auswahl der Materialien sowie die ganz besondere Spezifikation der verwendeten Hoch-Mitteltöner und der Bass-Systeme geben dafür die Garantie.

Trotz dieser Maxime, „State of the Art“ Technologie zu verwenden, achtete Audikron of America aber bewusst darauf, dass die Evolution der Technologie nicht von einer Evolution des Preises begleitet wurde, im Gegenteil.

Die Evolution bringt ein neues Technologie-Verständnis

Der Streit darüber, ob bei Lautsprechern ein zwei-, drei- bzw. noch mehr-Wege-System das Optimale darstellt, ist so alt wie die Erfindung der Frequenzweiche. Audikron of America hat darauf eine sehr eindeutige Antwort: Wenn nicht ganz bestimmte Effekte erreicht werden sollen (z.B. extrem hoher Schalldruck) dann ist ein 2-Wege-System anderen Lösungen vorzuziehen. Denn Frequenzweichen sind grundsätzlich die kritischsten Punkte eines Lautsprechers, je weniger davon vorhanden sind, desto weniger können von dieser Seite Verfälschungen im Klangbild produziert werden. Signale allerdings für einen Hoch-Mitteltöner und einen Bass zu separieren und ihnen zuzuführen, ist – höchste Sorgfalt und beste Qualität der verwendeten Teile natürlich vorausgesetzt – technisch unkomplizierter und ohne großes Risiko zu bewerkstelligen. Die Überbetonung der Mitten, ein oft gehörter, künstlich schönfärbender, aber schnell ermüdender Effekt, wird so unterbunden. Dies wiederum kommt ganz deutlich der Klarheit, der Duchsichtigkeit und der exakten Ortbarkeit eines Klangbildes zugute. Was manche HiFi-Laien rein äußerlich und vorschnell einem Lautsprecher als Defizit ankreiden (das Vorhandensein von „nur“ zwei Systemen), kann sich also, ganz im Gegenteil, als eine seiner Stärken herausstellen – auf jeden Fall ist es ein Punkt, an der die Evolution wieder einen durchaus vernünftigen Schritt zurück gemacht hat.

Schöner Beweis dafür ist die AD 2, die kleine, sehr schlanke Standbox, die trotz ihrer bescheidenen Ausmaße bereits die ganze Fülle der Informationen auf einer CD mit spielerischer Leichtigkeit und überzeugender Exaktheit zu Ohr bringt.

Die Evolution bringt einen neuen Hochtöner

Natürlich ist nicht nur die Güte einer Frequenzweiche und ein 2-Wege-System verantwortlich dafür, dass man einen Lautsprecher als hochqualitativ bezeichnen kann: Bauart, Anordnung und Material der Systeme selbst sind hier ebenfalls von ganz entscheidender Bedeutung. Die Hoch-Mitteltöner, die in der Madison Serie Verwendung finden, weisen eine Besonderheit auf, die für fantastische Klangtreue und unbegrenztes Hörvergnügen stehen – das „Wide Angle“-Prinzip. Die Kalotte steht hier in einer exakt berechneten Vertiefung mit angeschrägter Wandung. Dieser technische Kunstgriff verhindert das, was man normalerweise als vielleicht die einzige Schwäche dieses Systems bezeichnen kann: Eine übliche Kalotte strahlt hohe und höchste Töne zu direkt ab, während tiefere Töne in ihrem Richtungscharakter eher zu diffus im Raum verteilt werden. Die Anordnung der Soft-Kalotte in der Madison Serie dagegen bewerkstelligt, dass der Lautsprecher einen ausgeglichenen Frequenzgang über mehr als 60º links und rechts von der Mittellinie produziert. Auch ein ungeübter Hörer wird feststellen: Die Breite des Klangszenarios nimmt deutlich zu, Räumlichkeit und Ortbarkeit einzelner Instrumente und Instrumentengruppen werden dramatisch gesteigert.

Zur Evolution der Abbildungstreu tut die AD 22, die größte und vollvolumige Standbox in diesem Programm, ein Übriges: Unerwünschte Frequenzüberlagerungen oder -auslöschungen, die durch Reflexionen am Gehäuse entstehen können, werden durch ihre betont schlanke Bauart vermindert. Der Effekt ist ein kraftvolles und doch sauberes, feinstdefiniertes Klangbild mit großem Abstrahlwinkel, das das vieler (sogar weit teurerer) Konkurrenten in den Schatten stellt.

Die Evolution bringt ein neues Bass-System

Eine weitere Besonderheit, die höchstes Interesse verdient, ist das spezielle Bass-System, das in jedem Lautsprecher der Audikron Madison Serie verwendet wird. Auch hier hat die Evolution der technischen Möglichkeiten neue Erkenntnisse und überragende Ergebnisse gebracht: Die Bass-Systeme wurden ausschließlich unter der Verwendung von Computern und der Lasertechnologie entwickelt, ihre unterschiedlichsten Parameter konnten daher mit der heute größtmöglichen Exaktheit vermessen und bestimmt werden. Das machte es z.B. endlich auch möglich, ein Bass-Chassis nicht nur „nackt“ und isoliert, sondern unter Einbezug des Gehäuses, des Dämpfungsmaterials und der Frequenzweiche messtechnisch zu erfassen und dadurch Änderungen und Anpassungen für jeden Lautsprechertyp ganz individuell bis zum Optimum vorzunehmen. Das Ergebnis dieser völlig neuartigen Entwicklungstechnik zeichnet sich aus durch sauberste Wiedergabe und enormes Fundament, durch Kraft, vorbildliche Beschleunigung und akkurates Reaktionsvermögen auf kleinste Signaldifferenzen. Polypropylen von einer Stärke bis zu 0.8 mm sorgt für nicht zu wenig Masse, hervorragende Dämpfung und Steifheit, die Gummisicke garantiert Resonanzfreiheit, die lange und schwere Schwingspule für hohe Linearität und die Verwendung von Magneten mit geringsten Toleranzen für einen hohen Wirkungsgrad. Das ganze zusammen erzeugt einen extrem sauberen Bass von selten gehörter Qualität.

Beispiel dafür ist die AD Monitor, eine mittelgroße Stand- oder Regalbox, die über einen großen 22 cm-Bass verfügt. Ihr Gesamt-Klangbild macht sie besonders für Rock- und Big Band-Fans hochinteressant, die CDs – ob laut oder leise – in ihrem vollem Dynamikumfang geniessen möchte.

Die Evolution bringt neue Ansichten

Die Evolution eliminiert nicht blind das Schwächere und macht das Starke noch stärker; sie versucht, Bewährtes bestmöglich miteinander zu kombinieren, selbst wenn es widersprüchlich ist. Bei der Entwicklung von Lautsprechern heißen die Fragen: ist ein spontan überzeugendes, jedoch verfärbtes einem exakten Klangbild mit vielleicht weniger Glanz vorzuziehen? Ist hoher Wirkungsgrad erstrebenswert oder eher akkurate Signalverarbeitung? Soll ein Lautsprecher für hohen oder niedrigen Input ausgelegt werden? Soll er durch seine Klang-Charakteristik überzeugen oder eher durch sein äußeres Erscheinungsbild?

Die Audikron Madison Serie vereint von allem das Beste, ohne sich dabei auf Kompromisse einzulassen: Das Klangbild ist exakt, der Frequenzgang sehr ausgeglichen, die Bandbreite nicht überzogen, die Höhen sind klar und durchsichtig, die Mitten nicht überbetont, die Bässe ohne artifizielle Verstärkung, aber mit Fundament. Trotzdem ist das Ergebnis alles andere als puristisch-langweilig, sondern überzeugt durch innere Lebendigkeit, Kraft und volle Dynamik. Der Wirkungsgrad ist nicht extrem, jedoch gerade so hoch gewählt, dass er keinen spürbar negativen Einfluss auf eine akkurate Signalverarbeitung hat. Die Madison Serie kann mit sehr leistungsfähigen Verstärkern betrieben werden, muss es aber nicht. Und das Äussere ist geprägt durch ein zeitlos-modernes, sauberes und hochwertiges Design, das alle akustischen und technologischen Notwendigkeiten berücksichtigt.

Brillantes Beispiel für dieses Auslese-Prinzip ist die AD 3, der einzige 3-Wege-Lautsprecher der Madison-Serie. Diese Kombination aus mächtigem Bass mit einem extra großdimensionierten Magneten, Mitteltöner und der Hochton-Soft-Kalotte kann – bei überaus exakter Signalverarbeitung und ausgeglichenem Frequenzgang – überwältigend hohen Schalldruck erzeugen und ist besonders bei großorchestraler Musik ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Tech­ni­sche DatenAD 2AD 22AD Mo­ni­torAD 3
Sys­tem-Be­stü­ckung2-We­ge2-We­ge2-We­ge3-We­ge
Be­last­bar­keit (RMS)90100100120
No­mi­nal-Wi­der­stand4-8 Ohm4-8 Ohm4-8 Ohm4-8 Ohm
Emp­find­lich­keit (1m/2.83V)90 dB91dB90dB90dB
Über­gangs­fre­quen­zen3,5 kHz3,2 kHz3 kHz1 kHz und 3,5 kHz
Fre­quenz­gang35 Hz-20 kHz30 Hz-20 kHz35 Hz-20 kHz30 Hz-20 kHz
Ab­mes­sung (HxBxT)565x230x270870x230x270430x270x270730x270x270
De­signkunst­stoff­be­schich­tet schwarz, esche oder an­thra­zit
Tief­tö­ner
Durch­mes­ser Mem­bra­ne (mm)180180220220
Durch­mes­ser Ma­gnet (mm)727290dB102
Durch­mes­ser Schwings­pu­le (mm)26262633
Mem­bram­ma­te­ri­alWD-PPWD-PPWD-PPWD-PP
Ge­wicht (kg)2,32,34,05,4
Mit­tel­tö­ner
Durch­mes­ser Mem­bra­ne (mm)146
Durch­mes­ser Ma­gnet (mm)72
Durch­mes­ser Schwings­pu­le (mm)26
Mem­bram­ma­te­ri­alWD-PP
Ge­wicht (kg)0,54
Hoch­tö­ner (Wi­de-Ang­le)
Durch­mes­ser Mem­bra­ne (mm)100100100100
Durch­mes­ser Ma­gnet (mm)72727272
Durch­mes­ser Schwings­pu­le (mm)26262626
Mem­bram­ma­te­ri­alSoft-Ka­lo­t­te
Ge­wicht (kg)0,240,240,240,24