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„Der SAE ATP 8500 weist eine herausragende Flexibilität auf. Eine Vielzahl von Eigenschaften macht ihn ausgesprochen attraktiv. Besonders hinzuweisen ist auf die große Anzahl von Eingängen, die die unterschiedlichsten Ansprüche erfüllen.

So gibt es

    • einen digitalen XLR-Eingang (AES/EBU), der üblicherweise im professionellen Bereich eingesetzt wird und sonst nur in den edelsten Geräten für den Heimgebrauch zu finden ist,
    • einen symmetrischen Eingang, der so konfiguriert werden kann, dass die Wandlergruppe umgangen wird, z. B. der AD/DA-Wandler,
    • die Ausgänge für 7.1-Wiedergabe in unsymmetrischer und symmetrischer Ausführung.

Die XLR-Eingänge versorgen eine echte symmetrische Schaltung, d. h. alle Baugruppen sind doppelt vorhanden. Diesen Aufwand findet man sonst nur im Profibereich und zu wesentlich höheren Preisen.

Der ATP 8500 wurde offensichtlich mit dem Ziel entwickelt, auch die anspruchsvollen Audiophilen für „Home Theatre“ zu begeistern. Er bringt dafür wirklich alle Eigenschaften mit!

Das Innenleben ist sehr aufwendig gestaltet und zeigt ganz deutlich, dass Sparmaßnahmen überhaupt kein Thema waren. Die Audiosektion ist komplett von der Videoabteilung getrennt. Die unsymmetrische Ausgangsstufe und die Hauptausgangsstufe sind ebenso völlig unabhängig voneinander ausgelegt. Auch das ist ein Beleg dafür, wie durchdacht das gesamte Layout dieses Gerätes ist. Ehrlich – mir ist selten ein so sauber gefertigtes Gerät begegnet.

Unter ergonomischen Gesichtspunkten und auch im Hinblick auf unproblematischen Gebrauch und Funktionalität ist der SAE ATP 8500 genau der „Home Theatre“-Vorverstärker, den ich mir vorgestellt habe.

Nachdem alle Einstellungen vorgenommen waren, offerierte der ATP 8500 eine ungewöhnliche Vielseitigkeit. Mein bisheriger Vorverstärker Lexicon MC-1 ist nun im Ruhestand.“

Audio Review, 8/04

SAE ATP 8500 & AT 3000

„Im Feld der Verstärker bewegt sich der fünfkanalige AT 3000 mit 5 x 300 Watt Ausgangsleistung in einer dünn besetzten Region. Er schafft eine feine Balance zwischen schierer Kraft einerseits und Eleganz andererseits. In vielen Bereichen ist er ein meisterhafter Herr der Details, der dabei immer satte Kraftreserven bereithält. Er löst feinste Details wunderbar auf und schwingt sich mühelos auch zum lautesten Fortissimo auf, behält dabei immer die Übersicht und die Kontrolle. Das alles in der bekannt diffizilen und im Normalfall mit reichlich Kompromissen behafteten Welt der 5.1-Technik.

„Scientific Audio Electronics“, kurz S.A.E., ist ein bestens bekannter Name, der vielen noch in Erinnerung ist. Wer sich schon in den Achtzigern mit Musikwiedergabe beschäftigt hat, dem fallen hochqualitative Komponenten ein, die unvergessen sind und verbindet den Namen SAE bestimmt nicht mit Nostalgie, sondern mit einer erstklassigen Produktqualität und viel Aufmerksamkeit auch für kleinste Details, Dingen also, die auch heute noch Vertrauen erwecken.

Dazu gehörten auch graphische und parametrische Equalizer der Topklasse. Perfekt gefertigt, durchdacht und funktional waren sie Beispiele dafür, wie Equalizer sein müssen. Sie haben sich nicht nur bei Musikliebhabern, sondern auch in diversen Labors, Instituten und im professionellen Audiobereich weltweit etabliert.

Die aktuellen, neu entwickelten Produkte werden komplett in den USA gebaut. SAE hat eine anspruchsvolle Fertigung auf die Beine gestellt, die auf ausgewiesene Spezialisten baut und eine konstante Fertigungsqualität auch bei großen Stückzahlen liefert. Die exzellente Produktqualität ist dem Selbstverständnis von SAE entsprechend, das auf der Tradition des Hauses aufbaut. SAE-Geräte werden für den Heimgebrauch genauso aufwendig entwickelt und gefertigt wie für den Studiobereich.

Der fünfkanalige AT 3000 belegt das eindeutig. Sein modularer Aufbau weist zwei ausgewachsene, üppig dimensionierte Ringkerntransformatoren und fünf Verstärkermodule mit jeweils 300 Watt Ausgangsleistung auf. Jedes dieser Module hat seine eigene Gleichrichtung, Netzfilter und eine Ausgangsstufe, die mit 12 Transistoren bestückt ist.

Der Hörtest im zweikanaligen Stereomodus, der uns allen bestens vertraut ist, zeigte eine   unüberhörbare Kraft und Klarheit der Wiedergabe. Kritiker haben getestet, Hörer haben kommentiert und haben immer eine phänomenale Musikalität, gepaart mit viel Energie und einer realistischen Anmutung, festgestellt, ganz egal, ob Studiomonitore oder schwierig zu treibende Elektrostaten angeschlossen waren.

Die Versprechungen, die SAE für den ATP 8500 macht, sind verführerisch – erfreulicher Weise werden sie auch erfüllt! Der Verstärker bringt Klangfarben auf schöne Art zum Leuchten. Aufgrund der soliden Konstruktion und dem Aussehen des ATP 8500 erwartet man eine muskulöse, kraftvolle, aber auch mechanisch-künstliche Wiedergabe und nicht unbedingt die Fähigkeit, subtile Feinheiten aufzuspüren und winzige Nuancen zu artikulieren. Der Hörtest belehrt uns, dass gerade die letztgenannten Fähigkeiten reichlich vorhanden sind!

Auch bei niedrigem Pegel gibt es eine tolle Auflösung. Selten findet man einen so kräftigen Verstärker, der bei niedriger Lautstärke so ausgewogen, so kontrolliert spielt und das auch noch leichtfüßig. Das gilt von den untersten Registern der Musik bis zu den höchsten Frequenzen. Der Bass reicht tief und ist sauber definiert. Emotionen werden reichlich vermittelt. Der ATP 8500 spielt bemerkenswert musikalisch!

Im 5.1-Kinomodus sind die klanglichen Leistungen einfach fabelhaft. Der lebhafte und natürliche Klangcharakter des ATP 8500 in Verbindung mit dem AT 3000 ist ein reines Vergnügen. Unsere „Home Theatre“-Vorstellungen vermittelten einen realistischen Eindruck, der nach einem großen Bild verlangt, damit Ton und Bild harmonieren. Der Klang und die Proportionen des SAE-Systems sind dermaßen realitätsnah, dass eine große Bildprojektion unbedingt wünschenswert erscheint.

Genauso gut gelingt die Abbildung von Bewegung als Äquivalent zum visuellen Geschehen. Akustisch exakt nachvollziehbar wird beispielsweise eine Flugbahn, die realitätsnah von der einen Seite zur anderen verläuft und nicht von einem Lautsprecher zum anderen „springt“. Soundeffekte haben eine packende Qualität, die einen die ganze Elektronik und die Lautsprecher völlig vergessen lässt.“

 

Audio Review, 12/03