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AEC London Series

AEC London C-91 Tonabnehmer

Üblicherweise umfassen auf magnetischer Induktion basierende Tonabnehmer, sowohl solche mit bewegter Spule (MC) wie solche mit bewegtem Magnet (MM) ein mehr oder weniger langes dünnes Röhrchen (Nadelträger), das an einem Ende die Spule bzw. den Magneten trägt, ein Gummilager, in welchem das Röhrchen nahe der Spule bzw. dem Magneten drehbar gelagert ist, und eine Abtastnadel am anderen Ende des Röhrchens, die die Plattenrille mit der in ihr als Rillenprofil gespeicherten Toninformation abtastet und den Verlauf des Rillenprofils über das Röhrchen an die Spule bzw. den Magneten mechanisch überträgt, die bzw. der als Teil eines Magnetkreises per Induktion ein elektrisches Signal als Abbild des abgetasteten Rillenprofils erzeugt.

Da die Abtastnadel aufgrund der Drehpunkposition des röhrchenförmigen Nadelträgers am langen und die Spule bzw. der Magnet am kurzen Hebelarm sitzen, wird eine große Nadelauslenkung in eine kleine Spulen- bzw. Magnetauslenkung umgesetzt. Dieser Sachverhalt resultiert unvermeidlich in einer Kompression der Amplitude der Toninformation und in einer verminderten Transientenattacke. Dazu kommt, dass das im Drehpunkt des Nadelträgers sitzende Gummilager einen nicht unerheblichen Teil der Nadelauslenkung absorbiert, wodurch ein entsprechender Anteil der abgetasteten Toninformation die Spule bzw. den Magneten gar nicht erst erreicht. Dies äußerst sich vor allem darin, dass die Transienten ihrer Unmittelbarkeit verlustig gehen, dass Tonsignalspitzen abgerundet  werden, und dass die Musikwiedergabe Lebendigkeit einbüßt.

Um all diese Nachteile herkömmlicher Tonabnehmer zu vermeiden, zeichnet sich der AEC London C-91 durch eine einzigartige Konstruktion aus, die auf einen Nadelträger in Gestalt eines langen, unsymmetrisch sowie dämpfend gelagerten  Röhrchens verzichtet. Stattdessen sitzt die Nadel beim AEC London C-91 unmittelbar an einem wenige Mikrometer starken Anker eines Elektromagneten und die Nadelauslenkung wird ohne den klangschädlichen Umweg über einen unsymmetrisch gelagerten länglichen Nadelträger und ohne Dämpfung durch ein Gummilager in eine Bewegung des Ankers umgesetzt, aus der die gerade einmal einen Millimeter über der Nadel angeordnete Erregungswicklung des Elektromagneten ein elektrisches Signal gewinnt, das ein unverfälschtes, weil unkomprimiertes und dynamisch nicht beeinträchtigtes Abbild des Rillenprofils der Schallplatte darstellt. Dieses einzigartige Abtastungsprinzip manifestiert sich in einer atemberaubenden Unmittelbarkeit der Musikwiedergabe, durch die sich der Zuhörer direkt an den Aufnahmeort versetzt fühlt. 

Technische Daten des AEC London C-91       

  • Abtastnadel: sphärisch
  • Ausgangssignal:  5mV
  • VTF:  1.8g to 2.5g abhängig vom Tonarm
  • Geweicht:  6,7g
  • Ausgangsimpedanz:  2kW
  • Nadelnachgiebigkeit:  15×10-6cm/Dyn
  • Abschlussimpedanz:  47kW

 

AEC London C-91 Professional Tonabnehmer

Niemand hat es für möglich gehalten, und doch ist es so: London und AEC haben ein Modell auf der Grundlage des weltberühmten DeccaDesigns speziell für den DJ-, den Studio und den professionellen Einsatz, das AEC London Professional entwickelt. In hunderten Feldversuchen, einschließlich Live-Gigs, hat sich das AEC London Professional als absolut zuverlässig erwiesen, und dies unter Bereitstellung des einzigartig naturgetreuen Klangs, für den dieses Design berühmt und unerreicht ist.

Weiterentwickelt wurde die durch einen Spannfaden stabilisierte einzigartige Nadelaufhängung, die den üblichen Nadelträger überflüssig macht, durch Hinzufügung eines weiteren Spannfadens, der verhindert, dass die Nadel der Rillenabtastung durch eine Bewegung entgegengesetzt zur Plattendrehrichtung ausweicht. Aufgrund seiner gerade verlaufenden Kanten lässt sich das AEC Professional kinderleicht am Tonarm justieren. Wegen des fluoreszierenden gelben Finish ist es praxisgerecht auch bei schlechten Lichtverhältnissen zuverlässig über der Schallplatte positionierbar. Das AEC London Professional verfügt über eine kugelförmige Nadel und liefert eine Ausgangsspannung von 5 mV. Empfohlen wird eine Abtastkraft von 2,5 bis 3,0g bei minimaler Anti-Skating-Einstellung. Aufgrund der einzigartigen Nadelaufhängung kann die Nadel bei Bedarf im Handumdrehen getauscht werden.

Für Vielnutzer dürfte interessant sein, dass das Professional für gerade einmal 50% seines Neupreises (derzeit 1.085 € inkl. MwSt.) komplett überarbeitet werden kann. Auf das überarbeitete System gibt eine 1 Jahr Garantie.

Das AEC London Professional setzt neue Maßstäbe für die Wiedergabe von Schallplatten im professionellen sowie im Studiobereich und selbstverständlich auch für Audiophile. Dahinter stehen über 80 Jahre Erfahrung des britischen Klangspezialisten Decca. Ausgezeichnet wurde  das Decca-Grundprinzip, auf dem das AEC London Professional aufbaut, in Gestalt des London Reference mit dem HiFi News Award als beste Analogkomponente 2004.

Einen speziellen Bonus gibt es beim Erwerb von drei AEC London Professional, nämlich ein Mini-Hardcase zur sicheren Unterbringung der Systeme und eine London-Reinigungsbürste. Nähere Informationen erhalten Sie vom Vertrieb des internationalen AEC London Vetriebsnetzes

AEC London C-91e Tonabnehmer

AEC London C-91SG  Tonabnehmer 

 

 

Der Pod erfüllt zwei Funktionen: Einerseits erleichtert er dank integrierter Schrauben die Montage des AEC London am Tonarm, und andererseits dämpft er beim Abspielen einer Schallplatte auftretende Resonanzen des AEC London Gehäuses. Ken Kessler hat den Pod getestet:
Ken Kessler HIFl NEWS AND RECORD REVIEW London Calling July 1990
Der Decca Pod besteht aus einem schwarz eloxierten, maschinell bearbeiteten, massiven Aluminiumblock, dessen Form in Draufsicht derjenigen des London oder Decca Systems entspricht. Zwei von der Oberseite des Pod hochstehen zwei Gewindebolzen dienen der Montage an einem Tonarm. Der Pod ist breiter ausgelegt als das System und er umfasst seitlich eingearbeitet Nuten zur Aufnahme der seitlich überstehenden Gehäuseränder des Systems. Zur Montage des Pod am System wird dieses mit seiner Rückseite voran derart in den Pod geschoben, dass die Gehäuseränder in die Pod-Nuten eingreifen